Lust auf Süßes?
Wenn das Abendessen vorbei, das Geschirr gespült und die Küche wieder sauber ist, meldet sich manchmal noch die Lust auf einen süßen Nachtisch. Ein Erdbeertörtchen, ein Stück Milchkuchen, ein Glas Magnolia-Crème, ein Windbeutel? Oder eine Portion Künefe, ein Stück Käsekuchen mit Schokoladen-Sauce, Mandelkekse, Milchreis, kandierter Kürbis, Grießkuchen?

Viele Konditoreien und Cafés haben bis Mitternacht und auch danach geöffnet. Das gilt für die gehobene Kategorie (Özsüt, Loba), für die angesagten Läden (Mint, Beaver Coffee Shop), aber auch für manches Baklava-Geschäft (Remzi Usta) im Viertel um die Ecke.
Überhaupt Baklava: Den Unterschied zwischen guter und außergewöhnlicher Baklava macht nicht unbedingt die Füllung (Pistazien, Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse), auch nicht der Sirup, sondern der Umgang mit dem hauchdünnen Yufka-Teig, damit das süße Blätterteiggebäck seine charakteristische Luftigkeit bekommt, die zwischen den Schichten knistert, ohne zu brechen.
Wem die klassische Baklava trotz dazu gereichtem starken Schwarztee oder türkischem Mokka zu süß ist, der kann es auch mit »kalter Baklava« (Soğuk Baklava) versuchen: Hier wird der Teig nach dem Backen mit einem leichten, milchbasierten Sirup überzogen, mit einer feinen Schicht Kakao abgerundet und kühl serviert. Oder man bestellt »Kazandibi«, einen Milchpudding, dessen karamellisierte Kruste leicht angebrannt schmeckt und der in quadratische Stücke geschnitten und kalt serviert wird.

Dafür machen wir unseren fünfminütigen Abendspaziergang heute zu Sherbetto, einem familiengeführten Betrieb bei uns ums Eck. Afiyet olsun!