Septembertag

Die­ser spä­te Som­mer und die Bus­fahr­ten durch die Stadt, die Lie­ge­stüh­le am Strand und die sma­ragd­grü­nen Wel­len im Meer. Der Fei­gen­duft auf der Stra­ße zur Kon­di­to­rei und die unter Bäu­men ver­streu­ten Häu­ser der Alt­stadt. Das gemein­sa­me Früh­stück auf dem Bal­kon und der Blick auf die Stadt. Das Meer und der auf­ge­ris­se­ne Him­mel. Die gele­se­nen Bücher und die Gesprä­che dar­über, die unge­le­se­nen Bücher und das Ver­ge­hen der Zeit.

Die Son­nen­ta­ge und Ster­nen­näch­te, der Schlaf bis in den spä­ten Vor­mit­tag, das Her­um­lau­fen im Hemd und die Ziga­ret­ten­kip­pen auf einer Unter­tas­se. Die Musik im Zim­mer, die offe­nen Türen und Fens­ter und eine Stim­me aus der Küche. Das Wein­trin­ken am Abend. Der Weg mit dem Bruch­stein­pflas­ter von der Hal­te­stel­le, das Nach­hau­se­kom­men in der Däm­me­rung, der im Ste­hen getrun­ke­ne Kaf­fee und unse­re erhitz­ten Gesich­ter.

Der Pull­over auf dem Bal­kon­stuhl und die lee­ren Wein­glä­ser mor­gens auf dem Tisch. Die Ein­käu­fe auf dem Markt, das mit Creme gefüll­te Crois­sant im Café. Die geöff­ne­ten Fens­ter in der Nacht und der Wind und das Bel­len der Hun­de in der Nach­bar­schaft. Die Lie­be in der Nacht und das Nichts­tun am Tag. Das Zeit­ver­schwen­den ohne Zeit­ver­lust, die Ereig­nis­lo­sig­keit und die Freu­de dar­über.

Das impro­vi­sier­te Abend­essen in der Küche und die spä­ten Aus­flü­ge in die Stadt. Die Hoff­nung auf den kom­men­den Tag, der Wein, die Oli­ven, der Tabak und das Brot aus der Bäcke­rei. Die Erschöp­fung und die gemein­sa­me Ruhe, das Licht des frü­hen Abends, schlaf­lo­se Näch­te, die Scher­ben der Wein­glä­ser, das ver­dorr­te Gras, der Duft des her­an­na­hen­den Herbs­tes, ein letz­tes Auf­bäu­men der Son­nen­strah­len, ein Tag im Sep­tem­ber.

Yaşam 3 Pla­za, Viranşe­hir Mahal­le­si., Mezit­li, 23.09.2025